Arrêt Nº 27/2017. Cour constitutionnelle (Cour d'Arbitrage), 2017-02-23

CourtVerfassungsgericht (Schiedsgericht)
Docket NumberF-20170223-1
Date23 février 2017
B.22. Zoals de Ministerraad doet opmerken, vinden de door de verzoekende partijen in hun middelen
geformuleerde grieven hun oorsprong niet in de bestreden bepaling, die artikel 44, §1, 1
o
, van het BTW-Wetboek
opheft, dat de diensten die door de advocaten worden verricht in de uitoefening van hun geregelde werkzaamheid,
van de btw vrijstelde, maar in de ontstentenis van voor de advocaten specieke bepalingen in het BTW-Wetboek,
die ertoe zouden strekken het beroepsgeheim van de advocaat te beschermen. De middelen, die losstaan van de
bestreden bepaling, zijn derhalve onontvankelijk.
Om die redenen,
het Hof,
rekening houdend met hetgeen is vermeld in B.18, verwerpt de beroepen.
Aldus gewezen in het Frans, het Nederlands en het Duits, overeenkomstig artikel 65 van de bijzondere wet van
6 januari 1989 op het Grondwettelijk Hof, op 23 februari 2017.
De griffier, De voorzitter,
P.-Y. Dutilleux J. Spreutels
VERFASSUNGSGERICHTSHOF
[2017/201310]
Auszug aus dem Entscheid Nr. 27/2017 vom 23. Februar 2017
Geschäftsverzeichnisnummern. 5741, 5825, 5832 und 5833
In Sachen: Klagen auf Nichtigerklärung von Artikel 60 des Gesetzes vom 30. Juli 2013 zur Festlegung verschiedener
Bestimmungen (Aufhebung der Nr. 1 von Artikel 44 §1 des Mehrwertsteuergesetzbuches in Bezug auf die von
Rechtsanwälten erbrachten Dienstleistungen), erhoben von der Kammer der französischsprachigen und deutsch-
sprachigen Rechtsanwaltschaften und anderen, von Jimmy Tessens und anderen, von der Kammer der flämischen
Rechtsanwaltschaften und von der Rechtsanwaltskammer Arlon und anderen.
Der Verfassungsgerichtshof,
zusammengesetzt aus den Präsidenten J. Spreutels und E. De Groot, und den Richtern L. Lavrysen, A. Alen,
J.-P.Snappe, J.-P. Moerman, E. Derycke, T.Merckx-Van Goey, P. Nihoul, F. Daoût, T. Giet und R. Leysen, unterAssistenz
des Kanzlers P.-Y. Dutilleux, unter dem Vorsitz des Präsidenten J. Spreutels,
erlässt nach Beratung folgenden Entscheid:
I. Gegenstand der Klagen und Verfahren
a. Mit einer Klageschrift, die dem Gerichtshof mit am 31. Oktober 2013 bei der Post aufgegebenem Einschreibebrief
zugesandt wurde und am 4. November 2013 in der Kanzlei eingegangen ist, erhoben Klage auf Nichtigerklärung von
Artikel 60 des Gesetzes vom 30. Juli 2013 zur Festlegung verschiedener Bestimmungen (Aufhebung der Nr. 1 von
Artikel 44 §1 des Mehrwertsteuergesetzbuches in Bezug auf die von Rechtsanwälten erbrachten Dienstleistungen),
veröffentlicht im Belgischen Staatsblatt vom 1.August 2013, zweite Ausgabe: die Kammer der französischsprachigen und
deutschsprachigen Rechtsanwaltschaften, die VoG «Syndicat des Avocats pour la Démocratie», die VoG «Bureau
dAccueil et de Défense des Jeunes», die VoG «Syndicat des Locataires de Logements sociaux», die VoG «Ligue des
Droits de lHomme», die VoG «Lassociation de Défense des Allocataires Sociaux», die VoG «LAtelier des Droits
Sociaux»und die VoG «Collectif Solidaritécontre lExclusion: Emploi et revenus pour tous», alle unterstützt und
vertreten durch RA V. Letellier, RA R. Leloup und RA E. Huisman, in Brüssel zugelassen, und die VoG «Vlaams
Netwerk van verenigingen waar armen het woord nemen»und der Allgemeine Belgische Gewerkschaftsbund,
unterstützt und vertreten durch RA J. Buelens, in Antwerpen zugelassen.
Die von denselben klagenden Parteien erhobene Klage auf einstweilige Aufhebung derselben Norm wurde durch
Entscheid Nr. 183/2013 vom 19. Dezember 2013, veröffentlicht im Belgischen Staatsblatt vom 31. März 2014,
zurückgewiesen.
b. Mit einer Klageschrift, die dem Gerichtshof mit am 30. Januar 2014 bei der Post aufgegebenem Einschreibebrief
zugesandt wurde und am 31. Januar 2014 in der Kanzlei eingegangen ist, erhoben Klage auf Nichtigerklärung
derselben Norm: Jimmy Tessens, Rudi Schuer und Suzy Vankrunkelsven, Luc Peeters und Heidi Vranckx,Ria Engelen
und Cindy Vandenbroeck, alle unterstützt und vertreten durch RAJ. Toury und RA M. Denys, in Brüssel zugelassen.
c. Mit einer Klageschrift, die dem Gerichtshof mit am 31. Januar 2014 bei der Post aufgegebenem Einschreibebrief
zugesandt wurde und am 3. Februar 2014 in der Kanzlei eingegangen ist, erhob die Kammer der flämischen
Rechtsanwaltschaften, unterstützt und vertreten durch RA D. Lindemans, in Brüssel zugelassen, Klage auf
Nichtigerklärung der Artikel 60 und 61 des vorerwähnten Gesetzes vom 13. Juli 2013.
d. Mit einer Klageschrift, die dem Gerichtshof mit am 31. Januar 2014 bei der Post aufgegebenem Einschreibebrief
zugesandt wurde und am 3. Februar 2014 in der Kanzlei eingegangen ist, erhoben Klage auf Nichtigerklärung von
Artikel 60 desselben Gesetzes: die Rechtsanwaltskammer Arlon, die Französische Rechtsanwaltskammer Brüssel,
die Rechtsanwaltskammer Dinant, die Rechtsanwaltskammer Huy, die Rechtsanwaltskammer Lüttich, die Rechts-
anwaltskammer Marche-en-Famenne, die Rechtsanwaltskammer Mons, die Rechtsanwaltskammer Namur, die Rechts-
anwaltskamm er Neufchâteau , die Rechtsanw altskammer Ni velles, die Rec htsanwaltsk ammer Tournai und
Patrick Henry, alle unterstützt und vertreten durch RA D. Lagasse, in Brüssel zugelassen.
Diese unter den Nummern 5741, 5825, 5832 und 5833 ins Geschäftsverzeichnis des Gerichtshofes eingetragenen
Rechtssachen wurden verbunden.
In seinem Zwischenentscheid Nr. 165/2014 vom 13. November 2014, veröffentlicht im Belgischen Staatsblatt vom
9. Februar 2015, hat der Verfassungsgerichtshof dem Gerichtshof der Europäischen Union folgende Vorabentschei-
dungsfragen gestellt:
«1. a) Ist dadurch, dass die Dienstleistungen von Rechtsanwälten der Mehrwertsteuer unterworfen werden, ohne
dass hinsichtlich des Rechts auf Beistand durch einen Rechtsanwalt und des Grundsatzes der Waffengleichheit der
Umstand berücksichtigt wird, ob der Rechtsuchende, der keinen juristischen Beistand erhält, mehrwertsteuerpichtig
ist oder nicht, die Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuer-
system vereinbar mit Artikel 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union in Verbindung mit Artikel 14 des
Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte und mit Artikel 6 der Europäischen Menschenrechts-
konvention, insofern dieser Artikel jeder Person das Recht gewährt, dass ihre Sache in einem fairen Verfahren
verhandelt wird, sowie die Möglichkeit, sich beraten, verteidigen und vertreten zu lassen, und das Recht auf
Prozesskostenhilfe für diejenigen, die nicht über ausreichende Mittel verfügen, soweit diese Hilfe erforderlich ist,
um den Zugang zu den Gerichten wirksam zu gewährleisten?
54213
MONITEUR BELGE 02.05.2017 BELGISCH STAATSBLAD

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